Jugendtaxi: Steigende Verkaufszahlen

Die Verkaufszahlen unserer Jugendtaxi-Gutscheine haben sich sehr erfreulich entwickelt. Im Jahr 2019 wurden 958 Gutscheine bei unseren Partnern W4taxi-Driver, Robert Zeilinger, Reinhard Bauer und Haiders Trans eingelöst. Das entspricht einer Steigerung um rund 400 Gutscheine im Vergleich zum Projektstart im Jahr 2017.
Die Jugendtaxi-Gutscheine sind in unseren 9 Gemeindeämtern zum Preis von € 2,50 erhältlich.

Digitalisierungsmusterregionen: Heiterer Kabarettabend zum Abschluss

Mit einem informativen und gleichzeitig amüsanten Abend in Thaya wurde unser LEADER-Digitalisierungsprojekt, das wir gemeinsam mit der Kleinregion Thayaland umgesetzt haben, abgeschlossen. Nach der Begrüßung durch Waidhofens Bürgermeister Robert Altschach und unseren Obmann Christian Dogl informierte Gerhard Linhard über die Ergebnisse der durchgeführten Workshops. LEADER-Manager Martin Huber stellte danach das LEADER-Förderprogramm vor. Anschließend wurden unsere Lachmuskeln beim Kabarett „Inselhüpfen“ des Trios Kawareh kräftig strapaziert. Mit dabei auch Bürgermeisterin Helga Rosenmayer aus Gmünd und Kleinregionsmanagerin Viktoria Prinz.
Foto: Gerald Muthsam/NÖN

Foto: Gerald Muthsam/NÖN

Seniorenmesse 2020 in St. Pölten

Niederösterreichs größte Seniorenmesse „Bleib Aktiv!“ im VAZ in St. Pölten war auch heuer wieder ein großer Erfolg. Bereits zum 16. Mal präsentierten rund 200 Aussteller am 13. und 14. Februar 2020 ihre Angebote zum Thema Gesundheit, Vorsorge, seniorengerechtes Leben und Wohnen bis hin zum Kultur-, Freizeit- und Reisebereich.

Die kostenlose Gesundheitsstraße wurde von tausenden Besuchern überrannt und die Plätze vor der ORF Showbühne regelrecht gestürmt.

Reges Interesse an den Freizeitangeboten im Oberen Waldviertel zeigten die Besucher auch am Messestand unserer Waldviertler Wasserlandschaft.

Gerold Guttmann präsentierte die Angebote unserer Region (Foto: privat)

StadtLand.TV im Jänner 2020: Anderlfabrik und Bobbin – vergessene Industriestandorte

StadtLand.TV startet ins neue Jahr – und zwar mit einer Reportage über zwei ehemalige Industriestandorte in unserer Kleinregion. Als erstes haben wir die Anderlfabrik in der Nähe von Schrems besucht. Dort hat uns Buchautor Franz Schanza über sein Aufwachsen am Fabriksgelände erzählt und uns sein Buch über die Fabrik vorgestellt.
Den zweiten Industriestandort, denn wir besucht haben, ist das Gelände der ehemaligen Bobbin Holzwarenfabrik in Gmünd. Die Firma war ein bedeutender Möbelhersteller – die „Superwände“ sind noch vielen ein Begriff. Das Areal befindet sich nun im Besitz der Stadtgemeinde Gmünd, zwei der Gebäude werden auch noch genützt, u.a. von der offenen Kulturplattform/Künstlerkollektiv subetasch, die wir euch auch kurz vorstellen werden.

Ferienmesse 2020 – Wir waren dabei!

Die Kleinregion Waldviertler StadtLand war auch in diesem Jahr mit dem touristischen Leitgedanken „Waldviertler Wasserlandschaft Gmünd-Schrems“ bei der Ferienmesse in Wien mit einem Stand vertreten. Die Vielzahl der Freizeitangebote unserer 9 Gemeinden fand reges Interesse bei den Besuchern. So mancher plant schon heute, neben Wander-, Rad- und Badeurlaub auch die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel im Waldviertel zu verbringen.

Foto: privat

Am Eröffnungstag stattete Frau Landesrätin Dr. Petra Bohuslav mit ihrem Nachfolger Mag. Jochen Danninger und Michael Duscher, dem neuen Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung nach Christoph Madl, auch dem Stand der Kleinregion Waldviertel StadtLand einen Besuch ab.

StadtLand.TV im Zeichen des Waldes

Die neue Ausgabe von StadtLand.TV steht ganz im Zeichen des Waldes – wie wird er sich durch die Erwärmung und durch den Borkenkäfer verändern? Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb referierte dazu in Gmünd auf Einladung der Kleinregion Waldviertler StadtLand. Wie es konkret derzeit in unseren Wäldern aussieht, haben wir uns beim Forstamt Kinsky angesehen. Dort wird vor allem auf Naturverjüngung gesetzt. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Breitband-Modellregion: 12.000 Haushalte profitieren von Glasfaser-Anschluss

Als eine von nur vier niederösterreichischen Regionen profitierte die Kleinregion Waldviertler StadtLand als Breitband-Modellregion von einem raschen Ausbau des Glasfasernetzes. Rund 12.000 Haushalte verfügen dank des Breitband-Ausbaus, der von der NÖGIG in den neun Gemeinden der Kleinregion sowie den Gemeinden Heidenreichstein und Unserfrau-Altweitra vorgenommen wurde, nun über einen zukunftssicheren Glasfaseranschluss.

Foto: Harald Winkler/Stadtgemeinde Gmünd

Wie NÖGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber erklärt, wurden in den vier Pilotregionen (Waldviertler StadtLand, Thayaland, Ybbstal und Triestingtal) mehr als 100 Millionen Euro inkl. Grobplanung investiert. In einer Bauzeit von rund 3 Jahren, von 2017 bis 2019, wurden in den 11 Gemeinden der Modellregion StadtLand rund als 12.000 Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen, wovon rund 5.500 den Anschluss bereits nutzen. Im Zuge des Ausbaus wurden 15 sogenannte POPs errichtet. „Die Kunden haben damit nun ein offenes und zukunftssicheres Netz und können aus 8 Anbietern auswählen“, erklärt Hartwig Tauber.

In der Kleinregion Waldviertler StadtLand sind die Tiefbauarbeiten mittlerweile in allen Gemeinden abgeschlossen. Aus diesem Anlass lud Kleinregionsobmann Christian Dogl Vertreter aller Modellgemeinden zu einem gemeinsamen Fototermin mit Landtagsabgeordneter Margit Göll, die in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Abschluss der Bauarbeiten gratulierte.

Helga Kromp-Kolb im Palmenhaus Gmünd: „Wir werden den Wald noch brauchen“

Auf Einladung der Kleinregion Waldviertler Stadt-Land referierte die bekannte österreichische Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb im vollbesetzten Palmenhaus über „Der Wald im Klimawandel“. Die von ihre gelieferten Zahlen und Fakten machten betroffen.

Bgm. Helga Rosenmayer, Kleinregionsmanagerin Viktoria Prinz, Obmann Vbgm. Christian Dogl, Dr. Helga Kromp-Kolb, Vbgm. Hubert Hauer und Vbgm. Franz Hinker (Foto: NÖN)

„Ich bin Klimatologin und keine Waldexpertin“, stellte Helga Kromp-Kolb gleich zu Beginn klar, ebenso, dass es den Klimawandel gibt. „Die Wissenschaft in Österreich und international hat dazu in Sammelbänden ihr Wissen darüber gesammelt.“

Sie sei mit dem Auto nach Gmünd gekommen, aus Zeitgründen, wie die Klimaforscherin betont: „Das letzte Drittel der dabei entstandenen Emissionen wird in 1.000 Jahren noch feststellbar sein.“ Somit seien alle Verursacher des Klimawandels, denn: „Alles ist mit Energie verbunden und somit auch mit Emissionen. Aber jede Fabrik produziert das nur, weil es jemand haben will.“

Starke Temperaturschwankungen habe es in den letzten 131 Jahren immer wieder gegeben. Seit den 1970er-Jahren wurde es aber wärmer, ab 2015 stiegen die Temperaturen nochmals an. „Und es wird noch schlimmer, 2019 wird sich temperaturmäßig zwischen 2017 und 2018 einpendeln. 2018 gab es ein Plus von zwei Grad.“ Laut der Expertin sei die Erwärmung in Österreich um 2,3 Grad ausgeprägter als im globalen Mittel. Schuld daran sei das Fehlen eines Ozeanes mit seiner dämpfenden Wirkung.

Die Auswirkungen sind zu spüren: Es gibt keine Hitzerekorde, die Hitze dauert dafür länger an. „Im Norden gibt es keine klare Tendenz. Der Niederschlag schwankt.“ Der Schneefall sei auch rückläufig. Dadurch würden Heizkosten zurückgehen, die Vegetationstage erhöhen sich. Es gibt auf den Wiesen eine Mahd mehr.

Für die Zukunft könne niemand eine aussagekräftige Prognose stellen. Sollte es mit den Emissionen wie bisher weitergehen, geht Kromp-Kolb von einem Temperaturanstieg auf plus fünf Grad aus, im Gebirge sogar auf plus zehn Grad. Die globalen Auswirkungen seien katastrophal: Die Ernährung der Weltbevölkerung, die Wasserverfügbarkeit, der Anstieg des Meeresspiegels und vermehrte Extremereignisse wie Stürme, Hitze usw. würden zu großer Anzahl an Klimaflüchtlingen führen. „Ich hoffe, wir haben es kapiert und wir tun schnell und viel etwas, wenn nicht, dann gibt es Krisen und Krieg.“

Die Zukunft heute 15-jähriger Demonstranten sei ungewiss. „Der Temperaturanstieg wird bei der Familiengründung dieser Jugendlichen bei einem Grad liegen, bei der Pensionierung bei 2,5 Grad, beim Tod bis zu vier Grad“, rechnete sie vor. Das werde das gesamte Leben ändern: Die Anzahl der Tropennächte steige, der Erholungsfaktor sinke. Auch die Pollenbelastung verändere sich – mit längeren Perioden und mehr Waldbränden.

„Die Borkenkäferproblematik ist nur eine Probe für uns, dadurch können wir uns vorstellen, wie das Klima in Zukunft aussehen wird.“ Stürme, Fröste, Schnee, Insekten und neuartige Schäden durch einwandernde Schadorganismen und mehr Epidemien würden dazu beitragen. „Gewaltige Kosten kommen auf den Forstsektor zu“, zeigt die Klimaexpertin auf.

Es müsse eine Trendumkehr passieren: Statt Stahl und Beton sollen Holzhäuser gebaut werden – durch diese Transformation in der Gesellschaft könnten Treibhausgase reduziert werden. Die Land- und Forstwirtschaft müsse sich auch anpassen. „Ganz wichtig ist es, dass wir den Wald in Österreich in den nächsten 20 Jahren erhalten können. Wir werden ihn brauchen, nicht nur als Lebensraum für die Tiere, als Kohlenstoff- und Wasserspeicher. Im Wald ist es auch kühler und die Stadtbewohner werden das nützen wollen.“

Jeder Einzelne könne mit einfachen Mitteln beitragen, die Emissionen zu reduzieren: „Halb so lang und halb soviel beim Duschen, Fahren oder Schnitzelessen. Es betrifft uns alle. Diese Entscheidung muss jeder für sich treffen“, gab Kromp-Kolb den Zuhörern mit auf den Weg.

In der abschließenden Fragerunde hielt sich die Expertin nicht mit Kritik an der Politik zurück. „Der Planet kann mit Menschen umgehen, nur die Menschen nicht mit dem Planeten. Es ist schlimm, dass Menschen sterben müssen, nur weil wir es bequemer haben möchten. Aber das ist das heutige Wirtschaftssystem, das uns zwingt, die Erde zu vernichten.“

Ihr Wunsch an die neue Regierung: Hundert Uni-Professuren für die Nachhaltigkeit, „denn die Menschen, die in der Natur arbeiten, spüren die Veränderungen viel schneller, als es die Wissenschaft tut.“ (Text: NÖN)