Interkommunale Beteiligung am Sole-Felsen-Bad Gmü

Interkommunale Beteiligung am Sole-Felsen-Bad Gmünd

Gmünd - Sole-Felsen-Bad - Innenansicht

Die Stadtgemeinde Gmünd arbeitete seit 1998 an dem Projekt Neubau eines neuen Bads. Der Standort Gmünd wurde im Zuge der Standortanalyse niederösterreichischer Bäder (NÖ Bäderstudie der ETB Edinger Tourismus GmbH) als Regionalbadestandort festgesetzt. In einer eigenen Potentialprüfung der Badeanlage in Gmünd der ETB Edinger Tourismus GmbH vom September 2002 wurde der Standort nochmals bewertet. Diese bildet die Grundlage für das Projekt.
Die Finanzierung der Errichtung als auch die Umfeldentwicklung des regionalen Badestandorts erfolgte mit Unterstützung der Kleinregion.

In Absprache mit dem Land Niederösterreich wurde das Regionalbad Gmünd als Gesamtprojekt durch ein zweistufiges Verfahren entsprechend dem Vergaberecht ausgeschrieben. Wichtig war es der Gemeinde, entsprechend den Abstimmungen aus den diversen Gesprächen, dass der Betrieb und die Errichtung aus einer Hand kommen, da eine moderne Badeanlage mit folgenden Merkmalen errichtet werden soll:

Einzigartige Lage am Aßangteich inmitten der typischen Waldviertler Landschaft mit Alleinstellungsmerkmal
Vernetzung der bestehenden, angrenzenden Strukturen (Sport und Freizeitzentrum)
Regional- und sozialpolitischer Stellenwert
Planung, Errichtung und Finanzierung aus einer Hand, aus einer Bewerbergruppe

Im Zuge des Verfahrens wurde dem Bewerber Leyrer+Graf samt Architekten Gollwitzer und Betreiber G1, der in Deutschland zehn Bäder in verschiedenen Größenordnungen betreibt, der Zuschlag erteilt. Voraussetzung war, dass für den laufenden Betrieb der Stadtgemeinde Gmünd keine Verluste erwachsen und hierzu vom Betreiber eine Verlustabdeckungszusage gegeben war.

Um die Finanzierung von insgesamt 11,5 Millionen Euro sicher zu stellen, wurde vereinbart, dass sich die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit einem Betrag von 2,8 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligt. Die Gemeinden haben sich auch anteilsmäßig an der Stammeinlage der gegründeten „Sole-Felsen-Bad Waldviertel GmbH“ beteiligt, dafür wird die Kommunalsteuer aus dem Bad auf alle Mitgliedsgemeinden im Verhältnis zu den Beteiligungen am Stammkapital aufgeteilt. Weiters wurde in der Gesellschaft ein „Beirat“ eingerichtet, in dem alle Mitgliedsgemeinden vertreten sind. Hier werden sie zumindest einmal jährlich über geplante Maßnahmen von der Betriebsführung GmbH informiert.