Projekt Mädchen in die Technik

Mehr Chancen für Mädchen - durch Interesse an Technik!

In der Kleinregion wurde bereits dreimal erfolgreich das Projekt "Jugend trifft Wirtschaft" umgesetzt, um ein intensivere und nachhaltige Vernetzung von Jugendlichen mit der regionalen Wirtschaft etablieren. Im Zuge des Projekts wurde von mehreren Partnerbetrieben, die auf der Suche nach hochqualifizierten FacharbeiterInnen sind, der Wunsch geäußert eine Initiative mit dem Arbeitstitel "Mädchen in die Technik" zu starten, um Mädchen an atypische Berufe im technischen Bereich heranzuführen.

Mädchen, die noch vor der Entscheidung über ihren zukünftigen Ausbildungsweg stehen, sollen durch das Projekt Ausbildungsmöglichkeiten in technischen Berufen abseits der stereotypen meist schlecht bezahlten und kaum nachgefragten Frauenberufe kennen lernen.

Mädchen in die Techik:

Schnuppertag in der Lehrwerkstätte der Fa. Eaton (Foto: Viktoria Prinz)

Projekt "Mädchen in die Technik": Frauen in technischen Berufen als Rolemodels gesucht!

Junge Mädchen und Frauen, die sich für einen technischen Beruf entscheiden, sind immer noch eine Seltenheit. Leider – denn gerade die Entscheidung für eine technische Ausbildung eröffnet Frauen große Chancen: bessere Jobchancen in der Region, angemessene Bezahlung und bessere Aufstiegschancen. Genau dieses Problem packt die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit ihrem neuen Projekt „Mädchen in die Technik“ nun beim Schopf.

Schülerinnen das enorme Potential einer technischen Ausbildung vor Augen zu führen und das Interesse an Technik, Informatik und Mathematik zu wecken ist das Ziel des neuen Projekts, das vom Land Niederösterreich durch den Fonds für Kleinregionen finanziell unterstützt wird und als herausragendes Projekt ausgezeichnet wurde. „Viele Mädchen entscheiden sich nach wie vor für einen „klassischen Frauenberuf“, das Interesse für Technik und Naturwissenschaften ist bei Mädchen oft nicht vorhanden. Eine Ausbildung in diesem Bereich scheidet daher von Vornherein aus, obwohl genau darin der Schlüssel zum Erfolg und zu einem Job in der Heimat liegen könnte“, schildert Kleinregionsmanagerin Viktoria Prinz, die im Laufe ihrer Tätigkeit auch mit vielen Unternehmern und Projektpartnern über die Herausforderung, mehr Mädchen zu technischen Ausbildungen zu motivieren, gesprochen hat. "Viele Unternehmer wünschen sich mehr Mädchen und Frauen im technischen Bereich. Vor allem von Lehrlingsausbildnern habe ich immer wieder gehört, dass Mädchen ein großes technisches Verständnis haben, sehr schnell lernen und zuverlässig arbeiten. Doch diese Talente gehören gefördert“, so Prinz, die nun auf der Suche nach erfolgreichen Rolemodels ist, um mehr Mädchen von der Sinnhaftigkeit einer technischen Ausbildung zu überzeugen. „Egal ob Facharbeiterausbildung bzw. Lehre in einem technischen Beruf, HTL-Ausbildung oder Universtitätsstudium – ich appelliere an alle Frauen, die in einem technischen Beruf tätig sind, sich bei mir zu melden. Umso mehr Erfolgsbeispiele wir jungen Mädchen zeigen können, umso mehr Schülerinnen werden wir für eine technische Ausbildung begeistern können“, richtet Viktoria Prinz einen Aufruf an Frauen aus dem Bezirk Gmünd, die ihr Interesse an Technik zum Beruf gemacht haben – egal ob in einer großen Firma oder einem KMU.





Die Rolemodels sollen in einem Booklet, das an den regionalen Schulen verteilt wird, portraitiert werden. Weiters stehen im Rahmen des Projekts in Kooperation mit den Schulen Firmenbesuche auf dem Programm, um jungen Mädchen die Gelegenheit zu geben, den den Arbeitsalltag ihrer Vorbilder live kennen zu lernen. Auch Exkursionen an HTLs und eine Kooperation mit der TU Wien sind geplant.

"Mädchen in die Technik":

In der Lehrwerkstätte der Firma Eaton wird das Interesse für technische Berufe geweckt (Foto: privat)