Glas- und Steinmuseum Gmünd

Waldviertler Glaskunst

Foto: www.glas-region.com

Die Entstehung eines eigenen Glasmuseums als selbständige Schausammlung geht auf den Entschluss der Stadtgemeinde Gmünd Anfang der Sechzigerjahre zurück, diesen Teil der Städtischen Sammlung zu erweitern. Nach Adaptierung entsprechender Räumlichkeiten und der Vervollständigung wurde am 25. Juni 1967 das erste österreichische Glasmuseum mit dem Schwerpunkt der Erzeugung Waldviertler Glases eröffnet. Das Glasmuseum in Gmünd umfasst die Entstehungsgeschichte der Glashütten im niederösterreichisch-böhmischen Grenzgebiet, zeigt Handwerksgeräte der Glasmacher
(Pfeifen, Model, Zangen, Scheren, Mörser, Modell eines Schmelzofens), Glaskunsthandwerk (17. - 20. Jahrhundert), Hinterglasbilder, Biedermeier-, Hyalit-, Kobalt- und Rubingläser, Kelche und Kannen zum Messgebrauch sowie Glas aus dem bäuerlichen Bereich (Butterrührgefäß, Fliegenfalle, Scherzgefäße, "Vertreterglas", etc.).



Gmünd - Stadtmuseum - Schwedenkreuz

Foto: Markus Lohninger

Unter dem Leitgedanken "saxa loquuntur" (Steine sprechen) wurde 1968 das Steinmuseum in Gmünd eröffnet.Dem Besucher wird im Steinmuseum ein umfassender Überblick über die mehr als zweihundertjährige Geschichte der Steinbearbeitung im Waldviertel von der Jugendsteinzeit bis zur Gegenwart geboten. Im Steinmuseum stammen die ältesten erhaltenen Schauobjekte aus der Jugendsteinzeit von 2200 bis 1800 vor Christus. Es sind speziell eine Anzahl kleiner Klingenabschläge, Hochschaber, eine Pfeilspitze und ein Bohrzapfen. Neben einer Vielzahl von Steinerzeugnissen, wie etwa Grabsteine, Wasserspeier, Weihwasserbecken, Steinkugeln, Grabkreuzen und Grenzsteinen sind hier auch die äußerst wichtigen Steinmetzwerkzeuge ausgestellt.



Glasbläser aus Stein

Gmünd - Stadtmuseum - Glasbläser

Foto: Gerold Guttmann